Multikopterflug über eine Immobilie

Ein neuer Marktplatz für Bilder aus der Luft

Ein Haus im Rhein-Sieg-Kreis mit knapp 1.600 m2 großem Grundstück und Schwimmteich steht zum Verkauf. Bei der Vermarktung des Objektes sollen beeindruckende Fotos und Videoaufnahmen einer helfen.

Die Bilder liefert dabei der von Pilot Julian Liebl, Anschaffungspreis knapp 3.000 Euro. Früher noch eher bei militärischen Einsatzgebieten angesiedelt, sind heutzutage auch im zivilen Bereich keine neue Erscheinung mehr. So werden in Deutschland immer mehr dieser unbemannten Flugobjekte gen Himmel geschickt – ausgestattet mit neuester Technik und einer hochauflösenden Kamera.

Video zu airmazing.net

Sehen Sie hierzu auch das Video
„Immobilien aus einer anderen Perspektive“

Gerade im Bereich Immobilien entstehen dadurch ungewöhnliche und spektakuläre Bilder. Das möchte auch Filippo Mannella, Geschäftsführer von Mannella Immobilienservice, bei diesem Objekt als Bonbon in der Vermarktung nutzen. Damit diese Aufnahmen möglich werden, musste jedoch der Kontakt zu einem Piloten hergestellt werden. Und so wurde Mannella auf airmaizing.net aufmerksam, einer sogenannten Crowdsourcing-Plattform, die Drohnenvideos und 360°-Fotos für jedermann bietet und sich selbst als „Marktplatz für Bilder aus der Luft“ sieht.

Das Prinzip ist dabei recht einfach: Der Kunde erstellt auf airmazing.net das gewünschte Projekt mit Standort, Preis- und Zeitrahmen. Die Anfrage wird anschließend freigeschaltet und somit für die angemeldeten Piloten im Portal sichtbar. Ist ein Multikopterpilot mit den Rahmenbedingungen einverstanden, kann er sich auf das Projekt bewerben. Dabei muss der Kunde jedoch nicht die „Katze im Sack“ beauftragen: Zusätzliche Profilinformationen und Beispielvideos helfen dabei, die Fähigkeiten eines Piloten einzuschätzen. Und so kam auch der Kontakt zwischen Julian Liebl und Filippo Mannella zustande.

Die airmazing-Gründer, Philipp Barsch und Nikolaus Fischer

Die -Gründer, Philipp Barsch und Nikolaus Fischer

Die airmazing-Gründer, Philipp Barsch und Nikolaus Fischer, profitieren dabei von einer rasch wachsenden Community an Hobby-Piloten und möchten mit ihrem neuen Portal die bisher hohen Kosten für die Aufnahmen minimieren. Denn das Besondere ist, dass der Makler als Projektersteller selbst entscheiden kann, welches Preis-Leistungsverhältnis er zu Grunde legt. Die Plattform airmazing.net sowie weitere Details und Erläuterungen finden Sie unter www.airmazing.net

Den vollständigen Artikel können Sie in Kürze in unserem neuen Heft (Ausgabe 82) lesen.

Sehen Sie hierzu auch das Video „Immobilien aus einer anderen Perspektive“

Marco Stoffel
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Luftbild des Multikopters

Luftbild des Multikopters

Kommentare (3)

  1. Schlögl

    Antworten

    Hinweis an den Autor für ein korrektes wording: DROHNEN (sind böse) und werden zu militärischen Zwecken eingesetzt. UAV´s für eine friedliche Nutzung nennen sich Multikopter oder vielleicht fliegende Kameras. Das klingt GUT.
    Der vernünftige Einsatz hat für alle einen Mehrwert. Eine verantwortungsvolle Bedienung von geübten Piloten versteht sich von selbst.
    Wir nutzen solche Kopter seit mittlerweile bald 2 Jahren für eine andere Perspektive, das Kundenecho ist mehr als positiv.

  2. Antworten

    einen Copter zu fliegen, ist nicht ganz trivial.
    Zwar gibt es mittlerweile Geräte, die per GPS positioniert werden können, aber bei etwas mehr Wind in der Höhe können bereits die Leistungsgrenzen des Copters überschritten werden.
    Weiterhin benötigt man eine Aufstiegserlaubnis vom Regierungspräsidium, sowie sinnvollerweile auch eine Haftpflicht für solche Geräte. Bei einem Absturz kann es auch mahr mehr als nur Platzwunden geben.
    Und last not least kann es Luftraumstrukturen geben, die einen Aufstieg nur bis zu einer bestimmten Höhe erlauben, also mit virtueller Brille durch die Wolke fliegen, kann eine Straftat werden.

    Deshalb würde ich einen solchen Auftrag immer nur an einen Piloten geben, der mit diesen Umständen vertraut ist.

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