ReWa Immobilien

Das Team von

…die Unternehmenskennzahlen durch die Decke getrieben.

Erfolg ist planbar: ReWa Immobilien aus Radolfzell verbesserte innerhalb eines halben Jahres nachhaltig seine Unternehmenskennzahlen. Eine konsequente Umsetzung der Makeln21-Matrix, der Wille zur Umstrukturierung und die Hilfe eines BWL-Studenten ermöglichten diese Erfolgsstory. Warum dies kein Hexenwerk war und was Kollegen lernen können.

Der Schock saß tief als die Ergebnisse seines Business-Scans erhielt: Von den maximal 800 Punkten hatte seine Firma lediglich 255 erreicht. Dabei war sein Unternehmen zu der Zeit schon 18 Jahre am Markt tätig und durchaus erfolgreich.
Aber das Wachstum auf zwischenzeitlich neun Mitarbeiter wurde nicht strategisch betrieben und die beiden Geschäftsführer und Bernd Wackershauser, deren Nachnamen-Anfangsbuchstaben ihrer Firma ReWa Immobilien den Namen geben, glaubten im Hamsterrad gefangen zu sein. Immer mehr Mitarbeiter erhöhten den Umsatz; die gewünschte Entlastung der Chefs blieb aber aus. Es war nicht daran zu denken, dass sie sich nur ein wenig aus dem Tagesgeschäft zurückziehen konnten. Von einer ausgeglichenen Work-Life-Balance konnte keine Rede sein. Genau diese Managementdefizite, verbunden mit weiteren Unzulänglichkeiten, förderte die Analyse, durchgeführt von der Firma Sommer-Solutions, zu Tage.

Anzeige Südkurier 15.12.2014Allzu lange verharrte Wackershauser allerdings nicht in Schockstarre. Er ist seit vielen Jahrzehnten ein engagierter Hobby-Fußballer und hat gelernt, mit Niederlagen umzugehen. So stellte er sich auf die Hinterfüße und verinnerlichte das Buch „Der 4-Tage-Firmenscan: So decken Sie die größten Fehler in Ihrem Unternehmen auf und stellen sie ab“. Wie im Fußball änderte er die Strategie, stellte die Mannschaft um und holte sich externe Hilfe. Zum einen eine Beraterin aus dem Sommer-Solutions-Team sowie den BWL-Studenten Timo Traber, der den Change-Management-Prozess begleitete und seine Bachelor-Arbeit darüber verfasste. Und schließlich verpasste sich Wackershauser zusätzliche Trainingseinheiten in Form von Makeln21-Seminaren.
Der Scan mit dem unbefriedigenden Ergebnis erfolgte im März 2012. Dabei wurden acht Bereiche analysiert, darunter die Kundengewinnung und -pflege, Marketing, IT-Infrastruktur, Controlling und Personalführung (zum Business-Scan). „Insbesondere in den Bereichen Führung und Marketing hatten wir schlecht abgeschnitten. Von jeweils 100 möglichen Punkten erreichten wir gerade mal zwei beziehungsweise 13 Punkte. Auch die anderen Kennzahlen waren nicht berauschend“, erinnert sich der Makler vom Bodensee.

Diesen Artikel finden Sie in Ausgabe 82

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Für die Neuausrichtung des Unternehmens bedeutsam war dagegen das gute Abschneiden bei IT-Infrastruktur und Excellence, wo 69 von 100 Punkten erreicht wurden. Weil alle Mitarbeiter mit einer professionellen Software arbeiteten, in der in Sachen Prozessbeschreibung, Wiedervorlagen-Management und Kundenbetreuung zahlreiche Funktionen schlummerten, konnte die neue Betriebsstruktur zügig, nach etwa sechs Monaten intensiver Arbeit, realisiert werden. Am Ende der Neuausrichtung stand ein zweiter Scan. Dieses Mal erreichte ReWa 623 Punkte. In den Segmenten Führung und Marketing wurden 82 beziehungsweise 93 Punkte erreicht.
Und der Makler aus Radolfzell hat Blut geleckt und arbeitet durch die neu gewonnene Struktur, die ihm mehr Freiheiten lässt, an der weiteren Optimierung. „Dank der neuen Arbeitsteilung ist klar geregelt, wer welche Tätigkeiten übernimmt. Unser Betrieb läuft wie ein Uhrwerk, jeder Mitarbeiter weiß, was er wann zu tun hat. Mir entstanden dadurch Freiräume: „Ich arbeitete weniger IM, sondern vielmehr AM Unternehmen.“

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