Die Zeit ist kein Geld. Aber dem einen nimmt das Geld die Zeit und den anderen die Zeit das Geld.
(Ron Kritzfeld)

Zeitverschwendung als Gewohnheit?

Im Rahmen der Take Off Seminare geben Teilnehmer als häufigstes Ziel neben der Erhöhung und Sicherung des Einkommens an, dass sie gerne ihre wöchentliche Arbeitszeit reduzieren möchten. Dieser Artikel stellt eine Vorgehensweise vor, die langfristig dazu beiträgt, dass Sie beide Ziele erreichen können.

ip55sys1Inhaber-Geschäftsführer kleiner Unternehmen arbeiten häufig unermüdlich. Als Ansprechpartner für nahezu alle Themen im Unternehmen stehen Sie Kunden und Mitarbeitern jederzeit zur Verfügung und kümmern sich in der restlichen Zeit um alle möglichen Dinge. Vom Verkauf/Einkauf über die Leistungserbringung, die Buchhaltung und ggf. auch noch die EDV. Vieles davon macht Spaß, jedoch ist die reine Menge an Zeit und Arbeit auf Dauer sehr belastend.

Häufig entsteht eine hohe Arbeitsbelastung auf Basis einer Gewohnheit. Anfangs ist der Unternehmer lange Zeit im Büro und Termine werden – aufgrund zwingender Umstände – morgens sehr früh und dann wieder spät Abends gelegt. Geschäftsessen oder Besichtigungen können häufig erst am Abend stattfinden, während Mitarbeiterbesprechungen oder Telefonate oft nur am Morgen stattfinden können. In der langen Zeit zwischen den Terminen beginnt der Unternehmer sich dann mit anderen Themen zu beschäftigen. Dieses Vorgehen wird schnell zur Gewohnheit und je mehr Themen man bearbeitet, umso stärker wächst der Bedarf an Arbeitszeit.

Viele Unternehmer bezeichnen ihren Arbeitsalltag als ausgesprochen reaktiv. Termine werden von Kunden und Mitarbeitern vorgegeben und der Unternehmer steht selbstverständlich zur Verfügung. In der wenigen freien Zeit ist man allzeit per Mobiltelefon bereit.

Der Befreiungsschlag

Wenn Unternehmer sich berufliche Ziele setzen, gehen diese häufig davon aus, dass sich die Ziele in der Zukunft schlagartig verwirklichen werden. So wird zum Beispiel oft die folgende Strategie formuliert: Der Unternehmer hofft für eine bestimmte Tätigkeit (z.B. Verkaufsleitung) einen geeigneten Nachfolger zu finden, der ihn in diesem Gebiet direkt nach der Einstellung entlastet. Die dadurch gewonnene Arbeitszeit kann dann in Freizeit umgewandelt werden.

Ein solcher Befreiungsschlag ist jedoch in der Realität meist nicht durchführbar. Der Nachfolger wird häufig nicht gefunden, muss lange eingearbeitet werden und – falls er wieder geht – hinterlässt möglicherweise viel Arbeit. In den meisten Fällen, wenn der Übergang nicht gelingt, findet der Unternehmer neue Betätigungsfelder, so dass die Arbeitszeit nicht reduziert wird.