Technik im Verkauf

Mehr Service für Interessenten – weniger Arbeit für Makler. Technik macht’s möglich!

Bereits vor etwas über fünf Jahren wurde die Konzeption einer „Makeln21-Website“ vorgestellt, die jedoch aus unterschiedlichen Gründen nie realisiert wurde. Ziel war es, dem Makler oder den Mitarbeitern im Innendienst überflüssige Arbeiten bei Internet-Anfragen abzunehmen. So gehen täglich im Maklerbüro Anfragen ein, bei denen keine vollständige Adresse übermittelt wird. Dann werden E-Mails versendet, um die fehlenden Angaben zu erhalten, was bei einigen Kollegen schnell zu umfangreichen Wiedervorlagen führt. Das erzeugt nicht nur Frust – es ist eine überflüssige Arbeit, derer man sich mit ein wenig Technik entledigen kann.

Diese Arbeit sollte eine „Makeln21-Website“ übernehmen. Eingehende Anfragen – aus den Portalen oder der Makler-Homepage – würden grundsätzlich und unabhängig von der Adressqualität mit einem Autoresponder beantwortet. Diese automatisch erstellte Nachricht fordert den Interessenten auf, sich kostenlos im Mitgliederbereich der Makler-Homepage anzumelden. Dort sollten dann zusätzliche Informationen bereit liegen, um den Interessenten einen Anreiz zur Anmeldung zu bieten. Im Ergebnis pflegt der Interessent dann seine Adresse selber und die Homepage erstellt automatisch ein grobes Suchprofil für weitere Offerten. Anschließend verbleibt beim Interessenten die Aufgabe, das eigene  Suchprofil zu vervollständigen, will er oder sie passende Angebote erhalten.

Der Makler überlässt die ersten Kontakte mit Interessenten seiner Software und steckt die frei werdende Arbeitszeit lieber in die . Aus Maklersicht erscheint das vielleicht ungewöhnlich, aus Interessentensicht aber nicht, denn durch das Internet sind wir alle dazu erzogen worden,  Informationen auf eigene Faust zu besorgen. Warum sich denn von einem Makler ausfragen lassen, wenn man doch zunächst nur etwas über die Details eines Immobilienangebots erfahren will?

Diesen Artikel finden Sie in Ausgabe 77 / 2014

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Doch letztlich fehlte der Mehrwert für den Interessenten, der die Realisierung des Konzepts verhinderte. Dies scheint nun gefunden und zwar in Gestalt der virtuellen 360-Grad oder 3D-Immobilienrundgänge. Tatsächlich handelt es sich hier nicht um eine neue Technik, virtuelle Rundgänge gab es auch schon im Jahr 2008. Doch seit Mitte 2012 bietet die UG in Niederkassel bei Bonn eine speziell auf  Immobilienmakler zugeschnittene Lösung an. Diese Lösung für Makler offeriert folgende wichtige Eigenschaften:

  • Günstige Erstellung der Fotos durch den Makler vor Ort, es wird lediglich ein spezielles Stativ und eine Weitwinkeloptik (Fish Eye) benötigt.
  • Ogulo erstellt anschließend die virtuellen Rundgänge zu Preisen zwischen 100 und 150 Euro.
  • Speziell für Makler werden zusätzliche Informationen wie Exposés, Grundrisse, Logo, etc. in die Rundgänge integriert und als weiteres, besonders wichtiges „Feature“,
  • sind die Rundgänge mit einem Kennwort geschützt. Der Makler kann entscheiden, ob ein Interessent sich vor dem virtuellen Betreten der Immobilie schon an der Haustür anmelden muss oder ob man Neugierigen wenigstens den Hausflur und das Wohnzimmer präsentiert.
  • Zudem werden die Rundgänge protokolliert. Der Makler erkennt, welcher Besucher wie lange den Rundgang nutzt und sogar, in welchen Räumen jemand sich besonders lange aufgehalten hat.

Schnell fanden sich erste Anwender dieser Technik und die waren begeistert, konnten sie doch Interessenten die Möglichkeit bieten, Immobilien vom heimischen Sofa aus zu begehen. Ebenso schnell machte die Kunde von zahlreichen eingesparten, weil überflüssigen Besichtigungen die Runde. Auch die Eigentümer erkannten den Vorteil dieser Technik und machten die Rundgänge so zu einem wichtigen Akquise-Tool.

Die virtuellen Rundgänge wurden so zum wesentlichen Teil des Vermarktungsprozesses, etwa bei Sieger & Sieger Immobilien in Troisdorf, die Besichtigungen nur noch mit Interessenten durchführen, die zuvor die Immobilie virtuell erkundet haben. Doch damit ist nur ein Teil des Weges geebnet worden.

Die ersten Schritte des Kontakts zwischen Interessent und Immobilienmakler werden weiterhin konventionell erledigt. E-Mails bzw. Portalanfragen müssen weiterhin beantwortet werden und beim telefonischen Erstkontakt werden die Interessenten nach gewohnter Art ausgefragt. Viel Arbeit, wenig Nutzen, das kann jeder erkennen, der die Anzahl der Interessenten mit den Käufern vergleicht.

Eine neue Schnittstelle von der 3D-Besichtigung zu Software-Systemen wie onOffice oder FlowFact Performer schafft Abhilfe und ermöglicht noch schlankere Vermarktungsprozesse. Im Weiteren wird beschrieben, wie die Schnittstelle zu FlowFact funktioniert, die von der Maklerwerft in Köln für FlowFact-Performer entwickelt wurde. Nutzer anderer Software-Lösungen oder Kunden anderer Anbieter virtueller Rundgänge können prüfen, inwieweit die vorgestellte Lösung zur Arbeitserleichterung beitragen könnte.

Den vollständigen Artikel finden Sie in unserem Heft-Archiv.

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