Die ehrlichste Zahl im ganzen Geschäft

Online-Redaktion

September 1, 2026

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Warum die reine Innenprovision kein Taschenspielertrick ist, sondern ein kleines Bekenntnis zur eigenen Arbeit.

Beim Notar sitzen am Ende alle und lächeln. Der Käufer hat sein Haus, der Verkäufer seinen Preis, und für einen kurzen, schönen Moment sind alle miteinander befreundet. Diese Freundschaft hat, wie erfahrene Juristen wissen, eine exakte Haltbarkeit. Sie endet in dem Augenblick, in dem die Provisionsrechnung eintrifft. Über kaum eine Zahl im deutschen Wirtschaftsleben wird so viel geredet – und so wenig nachgedacht.

Seit der Reform von 2020 darf man wählen: geteilte Provision, hälftige Abwälzung auf den Käufer oder reine Innenprovision. Die eleganteste der drei Varianten ist die letzte. Ein Auftraggeber, ein klarer Auftrag, keine juristischen Verrenkungen, keine Belehrungsfallen. Der Käufer zahlt unmittelbar nichts, der Makler vertritt offen und ohne Doppelrolle eine Seite. Das ist nicht bloß bequem, es ist zugleich das rechtssicherste Modell, weil dort, wo es gar keinen Vertrag mit dem Käufer gibt, auch keiner zerbrechen kann.

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Georg Ortner


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