Fit für die Zukunft!

Spannende Fördermöglichkeiten für Immobilienmakler in den Bereichen Digitalisierung, Kommunikation und Marketing.

Die Immobilienbranche durchläuft einen tiefgreifenden Wandel. Digitalisierung, Kundenkommunikation und Marketing werden immer wichtiger, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Bundesregierung hat dies erkannt und bietet aktuell umfangreiche Fördermöglichkeiten, um kleine und mittelständische Unternehmen in diesen Schlüsselbereichen Fit für die Zukunft zu machen.

Warum werden diese Bereiche gefördert? 

Die Antwort ist so simpel wie entscheidend: Eine gute Kundenkommunikation, ein modernes Marketing und effiziente digitale Prozesse sind die Basis für langfristigen Erfolg. Wie fühlt es sich an, wenn beim Scrollen durch Social Media auf einmal die Werbung des stärksten Mitbewerbers aufpoppt oder seine Werbeplakate im eigenen „Revier“ hängen? Wie viel Umsatz kostet es, wenn der Mitbewerber in der Google-Suche weit vor dem eigenen Eintrag auftaucht oder fremde Newsletter in den Postfächern der eigenen Kundschaft landen? 

Immer mehr Makler spüren: Die profitabelsten Aufträge gehen an diejenigen, die ihre Kunden über moderne Kanäle gewinnen und ihr Unternehmen digital vermarkten. Ohne entsprechende Schulungen in diesen Bereichen bleiben Unternehmen hinter ihren Möglichkeiten zurück. Ungeschulten Mitarbeitern fällt es schwerer, die richtigen Worte im Kundengespräch zu finden oder neue Marketingmöglichkeiten einzusetzen. 

Kunden möchten heute starke Marken sehen, denen sie vertrauen können. Um nicht den Anschluss an die Mitbewerber zu verlieren, ist jetzt der beste Zeitpunkt in modernes Wissen zu investieren und der Staat beteiligt sich in erheblichem Maße. 

Förderkonditionen für Unternehmen 

Die staatliche Förderung ermöglicht kleinen und mittelständischen Unternehmen, ihre Mitarbeiter umfassend in den Bereichen Digitalisierung, Kommunikation und Marketing zu schulen. Die Förderkonditionen sind attraktiv und es ist einfach, vom Förderprogramm zu profitieren: 

  • Trainingskostenübernahme bis zu 100 Prozent.  
    Der Staat übernimmt die Kosten der zertifizierten Trainingsakademie. Der Wert dieser Maßnahme beträgt etwa 20.000 EUR pro Mitarbeiter. 
  • Gehaltszuschuss 75–100 Prozent 
    Während der Trainingsdauer von circa 14 Monaten werden bis zu 100 Prozent (abhängig vom Mitarbeiter) der Brutto-Gehälter übernommen.  

Beide Punkte zusammen bedeuten für den Unternehmer einen enormen Wissensvorsprung im Marketing und eine Liquiditätsspritze im 5-stelligen Bereich.

Der Trainingsaufwand ist gering. Das Training findet online am Arbeitsplatz/PC des Mitarbeiters statt. So kann es individuell in den Unternehmenstag integriert werden. Etwa eine Stunde pro Tag für das Theorietraining reichen, um Schritt-für-Schritt Neues zu erlernen und das Erlernte im Anschluss direkt in der Praxis umzusetzen. 

Welche Unternehmen sind förderberechtigt?

Die Voraussetzungen, wonach ein Unternehmen nach § 82 SGB III förderfähig ist, sind unter anderem: 

  • Unternehmen mit Sitz in Deutschland (im Idealfall maximal 50 Mitarbeiter, je kleiner das Unternehmen, desto höher die Fördermittel) 
  • Die Förderung gilt ausschließlich für sozialversicherungspflichtige Mitarbeiter. 
  • Der letzte Berufsabschluss/Fördermaßnahme des Mitarbeiters liegt mindestens zwei Jahre zurück. 

Ein Beispiel für die Förderung: 

Ein konkretes Rechenbeispiel verdeutlicht das enorme Potenzial der Förderung: 

Ein Mitarbeiter verdient 3.000 EUR brutto, zuzüglich 20 Prozent Arbeitgeberanteil sind dies 3.600 EUR im Monat. Für 14 Monate bedeutet das Kosten von 50.400 EUR. Dank der Förderung erhält das Unternehmen 75 Prozent (bei ungelernten Mitarbeitern bis zu 100 Prozent) dieser Kosten als monatlichen Zuschuss – das wären 37.800 EUR. Hinzu kommen die übernommenen Trainingskosten von 19.392 EUR, sodass insgesamt 57.192 EUR an Fördermittel fließen. So reduzieren sich die effektiven Mitarbeiterkosten auf nur noch 900 EUR pro Monat – ein enormer Liquiditätszufluss für das Unternehmen! 

Um das Training noch effizienter zu gestalten, ist es sinnvoll, gleich mehrere Mitarbeiter weiterbilden zu lassen. So können im Team Trainingsaufgaben umgesetzt werden und die Zuschüsse multiplizieren sich. Die zusätzliche Liquidität im Unternehmen kann für die Umsetzung von Marketingmaßnahmen investiert werden oder für die Anstellung neuer Mitarbeiter. 

Tipp: Auch für Mitarbeiter, die erst sozialversicherungspflichtig angestellt werden sollen, können diese Weiterbildungsmaßnahmen beantragt werden. 

Der Weg zur Förderung

Der Antragsprozess ist einfach und wird vollständig begleitet. In der Regel liegt der Förderbescheid nach 3-5 Wochen vor. Der Förder- und Trainingsstart kann danach jeweils zum 1. eines Monats erfolgen. 

Die Vorteile für Unternehmen 

  • Das neue staatliche Förderprogramm auf Basis des § 82 SGB III bietet Unternehmen zahlreiche Vorteile: 
  • Ggf. Unabhängigkeit von externen Marketing-Agenturen  
  • Höhere Sichtbarkeit und Reichweite 
  • Umsatzsteigerung durch profitablere Aufträge 
  • Stärkere Überzeugungskraft in der Kommunikation 
  • Mitarbeiterbindung 
  • Liquiditätszufluss durch die Förderung 

Die Förderung bietet auch Mitarbeitern erhebliche Vorteile: 

  • Neue Marketingwege verstehen und nutzen 
  • Leichtere und überzeugendere Kundenkommunikation 
  • Höheres Einkommen durch höhere Qualifizierung 
  • Verbesserte Berufsperspektiven 

Fazit: Fit für die Zukunft

Die Digitalisierung und die steigenden Anforderungen an moderne Kommunikation und Marketing machen es für Unternehmen unerlässlich, in diesen Bereichen fit zu werden. Die staatlichen Förderprogramme ermöglichen es kleinen und mittelständischen Unternehmen, sich zukunftssicher aufzustellen und gleichzeitig ihre Mitarbeiter zu qualifizieren.  

Durch die Kombination von finanzieller Unterstützung und dem Aufbau interner Kompetenzen sichern sich Unternehmen einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Weitere Informationen:

Arbeitsamt: https://www.arbeitsagentur.de/k/weiterbildung-qualifizierungsoffensive

Förderberatung: Ilka Vietz steht als erfahrene Immobilienmaklerin und Fördermittelberaterin jedem Unternehmen oder Unternehmensmitarbeiter für Fragen zur Verfügung.


Dieser Artikel erschien erstmals in der Ausgabe IMMOBILIEN-PROFI Nr. 148 - jetzt entdecken!

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