Loben: Warum Anerkennung im Job wichtig ist

Online-Redaktion

Juni 2, 2026

Loben AdobeStock

Mitarbeiter für gute Leistungen zu preisen, ist vielen Führungskräften suspekt. Dabei ist Lob ein mächtiges Werkzeug, das Mitarbeiterbindung und Jobzufriedenheit stärkt. Aber wie dosiert man Lob richtig? Und muss man alle Mitarbeiter gleichermaßen wertschätzen? Wie vermeidet man Lobhudelei, die die Beschäftigten direkt entlarven?

Mit der Wertschätzung von Mitarbeitern und deren Leistung halten sich in Deutschland viele Führungskräfte zurück. Gerade Chefs älterer Jahrgänge scheinen den Sinnspruch „Nicht geschimpft ist genug gelobt“ zu beherzigen.

Eine Umfrage von Sodexa unter deutschen Angestellten kommt zum Ergebnis, dass nur jeder dritte Beschäftigte für seine Leistung Anerkennung erhält. Fünf Prozent der Befragten gaben sogar an, dass sie nie gelobt werden, sondern immer nur Kritik erfahren. Vor diesem Hintergrund sollte es kein Wunder sein, dass sich jeder zweite Angestellte von Vorgesetzten nicht wertgeschätzt fühlt, wie die Umfrage außerdem ergab.

Dabei ist Loben ein wertvolles und dazu noch kostenloses Werkzeug mit ausschließlich positiven Folgen: „Loben erhöht die Motivation der Mitarbeiter, stärkt ihre Bindung ans Unternehmen und steigert die Zufriedenheit und Leistungsbereitschaft“, erläutert Anna Kühr. Sie arbeitet als Beraterin und Coach und ist Geschäftsführerin der Firmen Pro Integer und TeamQ-Experten in Köln. Wertgeschätzte Angestellte sind zudem seltener krank und kündigen nicht so schnell. Studien belegen zudem, dass Anerkennung auf Mitarbeitende wesentlich motivierender wirkt als monetäre (Zusatz-)Vergütungen wie Boni oder Leistungsprämien.

Grundsätzlich sind Anerkennung und Wertschätzung für uns Menschen notwendig, weil es das Selbstwertgefühl steigert und uns zufriedener macht. Die Wirkung lässt sich im Gehirn nachweisen: Anerkennung regt das Belohnungssystem an, Dopamin und weitere Botenstoffe werden freigesetzt. Sie sorgen dafür, dass wir uns glücklich fühlen und motivierter sind.

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Bernhard Hoffmann


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