Rückblick KI-CLUB #01: KI-Strategie im Maklerbüro
Andrea Fricke
April 8, 2026
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Pflicht, Kür – oder einfach gesunder Menschenverstand?
Künstliche Intelligenz ist im Makleralltag angekommen – schnell, leise und oft ungeplant. Viele Büros testen Tools, experimentieren mit ChatGPT oder KI- gestützter Bildbearbeitung und merken: Das spart Zeit. Doch ohne Leitplanken wird aus Neugier schnell Chaos.

In der ersten Ausgabe des IMMOBILIEN-PROFI KI-CLUB diskutierte Andrea Fricke mit Luka Sikic (Co-Founder der onpreo AG), Niklas Kietaibl (Co- Founder von immoautomation) sowie Maklerunternehmer Matthias Thater von der thater IMMOBILIEN Paderborn GmbH, ob Immobilienmakler eine KI-Strategie benötigen – oder ob pragmatisches Ausprobieren ausreicht. Das Ergebnis: Eine klassische Strategie vielleicht nicht. Aber ganz sicher Struktur, Verantwortung und Haltung.
„Alle reden von KI – aber kaum jemand hat einen Plan“
Zum Einstieg eine einfache Frage – mit einer erstaunlich klaren Antwort aus dem Teilnehmerchat: Habt ihr eine KI-Strategie? Die Mehrheit antwortete: Nein. Einige: „Jain.“
Damit trifft die Diskussion einen Nerv. KI wird in vielen Maklerbüros bereits genutzt – aber selten geplant. Häufig nach dem Prinzip: „Alle machen das – also machen wir auch irgendwas.“ Genau hier liegt das Risiko. Wer ohne Ziel testet, verzettelt sich schnell, verliert den Überblick über Tools, Kosten und Zuständigkeiten – und schöpft das Potenzial nicht aus.
Luka Sikic plädierte deshalb für einen Perspektivwechsel: Statt von einer starren Strategie zu sprechen, sei es sinnvoller, klare Leitlinien zu definieren. Denn die Entwicklung im KI-Bereich ist so dynamisch, dass langfristige Pläne rasch veralten. Entscheidend sei vielmehr die Frage: Wofür setze ich KI ein – und welchen konkreten Mehrwert schafft sie für mein Unternehmen oder meine Kunden?
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